Auszeichnung der Fachstelle für das Projekt E-Tandem an Berufsfachschulen am Nationalen Austauschpreis 2025

Premiere in der Berufsbildung: Erstmals ging der Nationale Austauschpreis an ein Projekt aus diesem Bereich. Den zweiten Preis erhält das Projekt «E‑Tandem» der Fachstelle Austausch und Mobilität des Kantons Zürich. Es zeigt eindrucksvoll, wie digitale Begegnungen Sprachbarrieren abbauen und sich Lernende aus verschiedenen Sprachregionen der Schweiz dadurch miteinander verbinden.

 

Nationaler Austauschpreis, Preisübergabe am 25.11.2025 in Bern. Von links: Anne-Catherine de Perrot, Präsidentin der Oertli-Stiftung; Muriel Hemmi und Ramon Leemann, Fachstelle Austausch und Mobilität des Kantons Zürich; Nicole Plantel, Jurymitglied, Direktorin Pro Juventute

Premiere für den Nationalen Austauschpreis in der Berufsbildung
Der Nationale Austauschpreis wurde 2025 zum ersten Mal verliehen – auf Initiative von Movetia und der Oertli-Stiftung. Ausgezeichnet werden Projekte, die den Austausch zwischen den Sprachregionen der Schweiz nachhaltig fördern.
Erstmals stand dabei die Berufsbildung im Fokus. Der mit insgesamt 30’000 Franken dotierte Preis würdigt Initiativen, die über die reine Wissensvermittlung hinausgehen und Lernenden kulturelle Offenheit sowie gegenseitiges Verständnis ermöglichen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Nationalen Austauschwoche statt, die Übergabe erfolgte durch Bundesrat Guy Parmelin.

Zweiter Preis für ein einfaches, wirkungsvolles Austauschprojekt
Den zweiten Preis und ein Preisgeld von CHF 10’000 erhielt die Fachstelle Austausch und Mobilität des Kantons Zürich für das Projekt «E-Tandem» an Berufsfachschulen. Das Konzept ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Berufsschulklassen aus unterschiedlichen Sprachregionen werden digital vernetzt, Lernende bilden Sprach-Tandems und stehen regelmässig miteinander im Austausch.

Die Jury überzeugte insbesondere die niederschwellige Umsetzung, die geringen Kosten sowie der hohe pädagogische Nutzen. «E-Tandem» ermögliche authentische Begegnungen, ohne grossen organisatorischen Aufwand – und fördere das Sprachenlernen nachhaltig.

Für die Fachstelle ist die Auszeichnung eine klare Bestätigung, dass das Projekt E-Tandem als Ansatz zur Förderung von Austausch und Mobilität Wirkung zeigt. Rückmeldungen aus den Schulen zeigen, dass die Lernenden nicht nur sprachlich profitieren. Der direkte Kontakt mit Gleichaltrigen aus einer anderen Sprachregion sensibilisiert für kulturelle Unterschiede, baut Hemmungen ab und stärkt die Motivation, die Fremdsprache aktiv zu nutzen.

Ein Projekt mit starken Partnern
Die Idee zu «E-Tandem» stammt vom Forum du bilinguisme in Biel. Seit 2017 engagiert sich das Forum für den virtuellen Sprachaustausch und betreibt die Plattform edu.e-Tandem.ch. Nach Angeboten für die Öffentlichkeit und die Hochschulen wurde die Plattform 2024 in Zusammenarbeit mit dem Kanton Neuenburg und der Fachstelle Austausch und Mobilität des Kantons Zürich auf die Sekundarstufe II ausgeweitet.

Mit der Auszeichnung am Nationalen Austauschpreis erhält das Projekt nun nationale Aufmerksamkeit – und unterstreicht das Potenzial digitaler Austauschformate für die Berufsbildung.

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